Sie wollen mit Social Media starten oder Ihren Auftritt professionalisieren. Die erste Frage, die fast jeder stellt: Was kostet das eigentlich?
Wenn Sie das googeln, bekommen Sie meistens schwammige Antworten, Zahlen aus Deutschland oder pauschale Aussagen, die Ihnen nicht weiterhelfen.
Wir machen das anders. Alle Optionen, alle Kosten – in Schweizer Franken, mit klarer Einschätzung, wann was Sinn macht.
Situation 1: «Wir müssen einfach präsent sein.»
Sie wollen, dass Kunden und Bewerber Sie online finden. Kein aggressives Marketing – einfach ein glaubwürdiger Auftritt.
Was das kostet: CHF 500–1'000/Monat. Möglich, aber erwarten Sie keine messbaren Neukunden.
Situation 2: «Wir wollen Kunden gewinnen.»
Social Media soll aktiv Leads bringen. Sie wollen Reichweite, Anfragen und Ergebnisse – nicht nur Likes.
Was das kostet: CHF 1'000–2'500/Monat. Hier beginnt Social Media wirklich zu arbeiten.
Situation 3: «Wir wollen als Marke wahrgenommen werden.»
Sie investieren langfristig in Bekanntheit, Employer Branding oder Thought Leadership. Das Ziel ist Autorität – nicht der schnelle Lead.
Was das kostet: CHF 2'500–5'000/Monat. Für Unternehmen, die Social Media als strategischen Kanal verstehen.
Wichtig: Wer sein Ziel nicht kennt, gibt entweder zu viel aus – oder zu wenig, und wundert sich dann, warum nichts funktioniert.
Option 1: Alles intern machen
Die vermeintlich günstigste Lösung – und die am häufigsten unterschätzte. Für ein professionelles Social-Media-Management mit 3–4 Posts pro Woche, Community Management und monatlicher Analyse sollten Sie mit 15–25 Stunden pro Monat rechnen. Das ist ein konservativer Wert – er berücksichtigt noch keine Lernkurve, keine Designarbeit und keine Strategieentwicklung.
Was Sie intern wirklich brauchen
Die reine Arbeitszeit verteilt sich typischerweise so: Strategie und Planung beanspruchen etwa 3–4 Stunden pro Monat, Content-Erstellung inklusive Text, Design und eventuell Video nimmt 8–12 Stunden in Anspruch, Publishing und Community Management kosten 3–5 Stunden, und Analyse und Reporting nochmals 2–3 Stunden.
Bei einem internen Stundensatz von CHF 80–120 (inklusive Sozialleistungen) landen Sie bei CHF 1'200–3'000 pro Monat an gebundener Arbeitszeit. Dazu kommen Tool-Kosten: Planungstool CHF 15–50/Monat, Canva Pro CHF 12/Monat, usw. - Realistisch CHF 50–100 monatlich.
Wann das Sinn macht
Intern macht Sinn, wenn Sie oder eine Mitarbeiterin echtes Interesse und Grundwissen im Bereich Social Media mitbringen. Wenn Social Media ein Nebenprojekt ist und nicht Ihr Hauptkanal zur Kundengewinnung. Und wenn Sie bereit sind, in die Lernkurve zu investieren – die ersten 3–6 Monate werden Sie vor allem lernen, was funktioniert und was nicht.
Wann das keinen Sinn macht
Wenn die Person, die Social Media «nebenbei» macht, eigentlich für etwas anderes zuständig ist – Vertrieb, Kundenservice, Buchhaltung – dann sind die Opportunitätskosten fast immer höher als der Preis eines externen Partners. Eine Stunde, die Ihre Vertriebsmitarbeiterin mit Instagram verbringt, ist eine Stunde, in der sie keine Kunden betreut.
Gesamtkosten intern: CHF 1'250–3'100/Monat (inklusive Zeitaufwand und Tools)
Option 2: Freelancer beauftragen
Ein Schweizer Social-Media-Freelancer berechnet typischerweise zwischen CHF 80 und CHF 150 pro Stunde, je nach Erfahrung und Spezialisierung. Für ein Basispaket (Strategie, 2–3 Posts/Woche, monatliches Reporting) sollten Sie mit 10–20 Stunden pro Monat rechnen.
Was Sie bekommen
Die Vorteile sind klar: Sie erhalten Fachwissen ohne Festanstellung, können flexibel skalieren und zahlen nur, was Sie brauchen. Gute Freelancer bringen frische Perspektiven und branchenübergreifende Erfahrung mit.
Was Sie nicht bekommen
Die Nachteile werden oft erst sichtbar, wenn es drauf ankommt: Freelancer sind Einzelkämpfer. Bei Krankheit, Ferien oder Überlastung steht alles still. Die wenigsten Freelancer decken alle Bereiche ab – jemand, der gut texten kann, ist nicht automatisch gut im Design oder in der Strategieentwicklung. Und bei kurzfristigen Anfragen oder Krisen (ein negativer Kommentar, ein viraler Moment) sind Sie auf die Verfügbarkeit einer einzelnen Person angewiesen.
Ausserdem ist die Qualitätsspanne bei Freelancern enorm. Zwischen einem Marketing-Studenten, der CHF 50/h verlangt, und einem erfahrenen Strategen mit CHF 150/h liegen Welten – aber von aussen ist der Unterschied schwer zu erkennen, bevor Sie zusammenarbeiten.
Gesamtkosten Freelancer: CHF 800–3'000/Monat (je nach Umfang und Erfahrung)
Option 3: Agentur beauftragen
Hier wird es interessant, weil die Preisspanne enorm ist – und nicht immer korreliert der Preis mit der Qualität.
Kleine Agenturen und Boutique-Studios (CHF 1'000–3'000/Monat)
In diesem Segment finden Sie Studios wie unseres: kleine Teams mit spezialisierten Kompetenzen, direkte Ansprechpartner, kurze Entscheidungswege. Sie arbeiten direkt mit den Entscheidern, nicht mit Junior-Mitarbeitenden.
Der Vorteil: Sie bekommen Agentur-Qualität (Strategie + Kreation + Umsetzung) zum Preis eines guten Freelancers, aber mit mehr Zuverlässigkeit und breiterer Abdeckung. Für die meisten KMU ist das der Sweet Spot.
Mittelgrosse Agenturen (CHF 3'000–8'000/Monat)
Mehr Kapazität, grössere Teams, oft auch Paid-Advertising-Management. Allerdings: Als kleines KMU mit einem Budget unter CHF 5'000 sind Sie hier selten der Prioritätskunde. Ihr Projekt wird möglicherweise an den jüngsten Mitarbeitenden delegiert, während die erfahrenen Köpfe bei den grossen Mandaten sitzen.
Grosse Agenturen (CHF 5'000–10'000+/Monat)
Für die meisten KMU weder nötig noch sinnvoll. Sie zahlen für Overhead, repräsentative Büros, mehrere Hierarchieebenen und lange Abstimmungsprozesse. Das kann bei Grossunternehmen Sinn machen – bei einem KMU mit 5–50 Mitarbeitenden selten.
Gesamtkosten Agentur: CHF 1'000–10'000+/Monat (je nach Agenturgrösse)
Egal welchen Weg Sie wählen – es gibt einen Kostenfaktor, den fast alle KMU unterschätzen: die einmalige Strategieentwicklung.
Eine professionelle Social-Media-Strategie – inklusive Zielgruppenanalyse, Kanalwahl, Content-Strategie, Redaktionsplan und KPI-Definition – kostet als einmalige Leistung zwischen CHF 500 und CHF 3'000.
Viele Unternehmen überspringen diesen Schritt und starten direkt mit dem Posten. Das ist wie ein Haus ohne Fundament bauen. Am Anfang sieht es okay aus, aber nach drei Monaten merken Sie, dass nichts zusammenpasst, die Inhalte keinen roten Faden haben und die Ergebnisse ausbleiben. Dann fangen Sie von vorne an – und zahlen doppelt.
Eine durchdachte Strategie spart Ihnen langfristig Geld, weil Sie nicht planlos Content produzieren, der niemanden erreicht.
Damit Sie realistisch planen können, hier eine ehrliche Einschätzung pro Budget-Stufe:
CHF 500–1'000/Monat: Minimale Präsenz. 1–2 Posts pro Woche, einfaches Design, kaum strategische Tiefe. Besser als nichts, aber erwarten Sie keine messbare Kundengewinnung. Geeignet für Szenario 1 (Grundpräsenz).
CHF 1'000–2'000/Monat: Solide Grundpräsenz mit Strategie. 2–4 Posts pro Woche, Redaktionsplan, grundlegendes Reporting. Hier fangen messbare Ergebnisse an – erste Follower-Zuwächse, erste Anfragen über Social Media. Das Minimum für Szenario 2 (Kundengewinnung).
CHF 2'000–4'000/Monat: Professionelles Management. 4–6 Posts pro Woche, ausgearbeitete Strategie, Video-Content, aktives Community Management, detaillierte Analyse und monatliche Optimierung. Das ist der Sweet Spot für die meisten KMU, die Social Media als ernsthaften Kanal nutzen wollen.
CHF 4'000+/Monat: Premium-Betreuung mit Paid Advertising, Content-Produktion vor Ort, Influencer-Kooperationen und umfassender Performance-Optimierung. Sinnvoll für Szenario 3 (Markenaufbau) oder wenn Social Media Ihr Hauptkanal ist.
Unser Fazit: Was lohnt sich wirklich?
Die meisten Schweizer KMU, die ernsthaft mit Social Media wachsen wollen, sind mit einem strukturierten Partner gut beraten – jemandem, der Strategie und Umsetzung aus einer Hand liefert.
Das muss keine grosse Agentur sein. Es muss jemand sein, der Ihr Unternehmen versteht, klare Ziele setzt und Ergebnisse transparent macht.
Wenn Sie noch nicht sicher sind, wo Sie gerade stehen: Der kostenlose Social Media Check gibt Ihnen in 5 Minuten eine ehrliche Einschätzung – was funktioniert, was fehlt und wo das grösste Potenzial liegt.